Das gab es schon!

KiMus 27.09.: "Frijer (=früher) in de Palz"

- so lebten und sprachen eure Ururgroßeltern.

Freitag, 27. September, 15:00-16:30 Uhr

War früher alles besser, gemütlicher und romantischer als heute? Was ist das Besondere an der pfälzischen Mundart? Wer kann am beschde pelzisch babbele? Ihr seid mit Euren Fragen herzlich willkommen!  Materialkosten: 1,00 €

Um Anmeldung wird gebeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eröffnung der Sonderausstellung 'Expedition Custine'

Donnerstag, 12. September, 19.30 Uhr

Expedition Custine – Rheinland-Pfalz, Hessen und die gescheiterte Freiheit 1792/93
Die Eröffnung ist öffentlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen

Als 1794 Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg nochmals kurz in seine Residenz Kirchheimbolanden zurückkehrte, wurde er von der Bürgerschaft begeistert empfangen. Man spannte die Pferde der fürstlichen Kutsche aus und zog diese im Triumph in die Stadt.
Im Jahr zuvor hatten in Mainz und in anderen Gemeinden der Pfalz und Rheinhessens noch Freiheitsbäume als Symbol einer neuen, von Volksherrschaft, Freiheit und Gleichheit bestimmten Zeit, ohne Fürsten und Adel, gestanden.
Dieses Symbol der Französischen Revolution war ein Export des revolutionären Frankreichs und seiner Truppen. Ende September 1792 hatte die französische Rheinarmee unter General Custine binnen eines Monats Speyer, Worms, Mainz und auch Kirchheimbolanden erobert.
Die Kapitulation der Festung Mainz am 21.10.1792 markierte den Beginn der nur wenige Monate bis in den Juli des Folgejahres existierenden „Mainzer Republik“, die mit Ausnahme der neutralen wittelsbachischen Gebietsteile den gesamten Landstrich „zwischen Landau und Bingen“ umfasste.
Befördert und abgesichert durch die Franzosen fand hier ein demokratisches Experiment statt, dessen historisch-politischer Stellenwert bis heute umstritten ist. Denn dieser Demokratieversuch war durch das der Bevölkerung vorenthaltene Selbstbestimmungsrecht belastet. So ließ sich in nahezu allen Orten der vor den Wahlen zum „Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent“ und zu den Gemeindevorständen abverlangte Eid, mit dem sich die Wahlberechtigten nicht nur von ihren bisherigen Landesherren lossagen, sondern sich auch auf die Grundsätze von „Freiheit und Gleichheit“ verpflichten mussten, nur mit militärischer Drohung und der Deportation Andersdenkender erwirken.
Sowohl der militärische Aspekt der „Expedition Custine“ als auch die Frage nach dem Platz, den die Mainzer Republik als „Erinnerungsort“ deutscher Demokratiegeschichte beanspruchen kann bzw. sollte, werden in der von der Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande 1789-1815 durch den Rechtshistoriker Dr. Mark Scheibe erarbeiteten Sonderausstellung thematisiert. Schirmherr der Wanderausstellung, die unter anderem bereits im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt zu Gast war, ist Ministerpräsident a.D. Professor Dr. Bernhard Vogel.
Die mit zahlreichen Exponaten der Zeit zeigt bildliche Darstellungen, Uniformen, Waffen, Kleidungsstücke und sogar eine Guillotine. 

KiMus 30.08.: Eis aus dem Eimer

Sommer, Sonne, Eisgenuss

Freitag, 30.08., 15:00-16:30 Uhr

Eis ist lecker und beliebt, schon die Römer haben Eis gegessen. Aber wie hat man früher eigentlich Eis hergestellt - ohne Strom und Gefrierfach? Wir finden es heraus, machen Eis selber wie vor hundert Jahren und ... essen es auf!!! Materialkosten 1,00 €.

Um Anmeldung wird gebeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Expedition Custine - Die gescheiterte Freiheit 1792/93

13. September – 03. November

Als 1794 Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg nochmals kurz in seine Residenz Kirchheimbolanden zurückkehrte, wurde er von der Bürgerschaft begeistert empfangen. Man spannte die Pferde der fürstlichen Kutsche aus und zog diese im Triumph in die Stadt.
Im Jahr zuvor hatten in Mainz und in anderen Gemeinden der Pfalz und Rheinhessens noch Freiheitsbäume als Symbol einer neuen, von Volksherrschaft, Freiheit und Gleichheit bestimmten Zeit, ohne Fürsten und Adel, gestanden.
Dieses Symbol der Französischen Revolution war ein Export des revolutionären Frankreichs und seiner Truppen. Ende September 1792 hatte die französische Rheinarmee unter General Custine binnen eines Monats Speyer, Worms, Mainz und auch Kirchheimbolanden erobert.
Die Kapitulation der Festung Mainz am 21.10.1792 markierte den Beginn der nur wenige Monate bis in den Juli des Folgejahres existierenden „Mainzer Republik“, die mit Ausnahme der neutralen wittelsbachischen Gebietsteile den gesamten Landstrich „zwischen Landau und Bingen“ umfasste.
Befördert und abgesichert durch die Franzosen fand hier ein demokratisches Experiment statt, dessen historisch-politischer Stellenwert bis heute umstritten ist. Denn dieser Demokratieversuch war durch das der Bevölkerung vorenthaltene Selbstbestimmungsrecht belastet. So ließ sich in nahezu allen Orten der vor den Wahlen zum „Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent“ und zu den Gemeindevorständen abverlangte Eid, mit dem sich die Wahlberechtigten nicht nur von ihren bisherigen Landesherren lossagen, sondern sich auch auf die Grundsätze von „Freiheit und Gleichheit“ verpflichten mussten, nur mit militärischer Drohung und der Deportation Andersdenkender erwirken.
Sowohl der militärische Aspekt der „Expedition Custine“ als auch die Frage nach dem Platz, den die Mainzer Republik als „Erinnerungsort“ deutscher Demokratiegeschichte beanspruchen kann bzw. sollte, werden in der von der Stiftung Historische Kommission für die Rheinlande 1789-1815 durch den Rechtshistoriker Dr. Mark Scheibe erarbeiteten Sonderausstellung thematisiert. Schirmherr der Wanderausstellung, die unter anderem bereits im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt zu Gast war, ist Ministerpräsident a.D. Professor Dr. Bernhard Vogel.
Die Ausstellung ist mit zahlreichen Exponaten der Zeit – gezeigt werden bildliche Darstellungen, Uniformen, Waffen, Kleidungsstücke und sogar eine Guillotine – reich bestückt und um die spezielle Kirchheimbolander Perspektive erweitert.

Soiree

Mittwoch, 21. August 2019, 19:00 Uhr

Odysseus – eine Hinführung zu Monteverdis Barockoper

König Odysseus, nach zehn Jahren Krieg und zehn Jahren Irrfahrt über das Mittelmeer zurück in seiner Heimat Ithaka, tötet vor den Augen seiner Frau Penelope und seines Sohnes Telemachos die neuen Heiratsanwärter, die seinen Platz einnehmen wollen. Das Musiktheater-Projekt Odysseus, das am 31. August 2019 in der Stadthalle Kirchheimbolanden Premiere feiert, bringt im Rahmen einer integrativen Performance Schüler*innen aus der Region in Kontakt mit professionellen Sänger*innen und einem Barockmusik-Ensemble. Claudio Monteverdis Oper „Il ritorno d'Ulisse in patria“ („Die Rückkehr des Odysseus ins Vaterland“) bildet in einer gekürzten Fassung die Grundlage einer Auseinandersetzung mit Fragen danach, wie uns die schockierende Realität des Krieges auch fernab der ursprünglichen Schauplätze erreichen kann. Mit unvergleichlicher emotionaler Tiefe lässt Monteverdis Musik Figuren entstehen, die mehr sind als bloß gloriose Herrschende. Zusammen mit den beteiligten Jugendlichen, für deren Biografien die durch Odysseus repräsentierte Migration direkt oder indirekt eine entscheidende Rolle spielt, geht dieses Musiktheater-Projekt der Frage einer jungen Generation nach: Ist die Regierungsform des Odysseus, die ihre Autorität mit im Krieg erlernter Gewalt einfordert, eine gute Regierungsform?

In einer Soiree im Stadtpalais am 21. August um 19.00 Uhr geben Felix Schönherr (musikalische Leitung), Aileen Schneider (Regie) und Franz-Erdmann Meyer-Herder (Dramaturgie) Einblicke in das Projekt. Um eine Anmeldung wird freundlich gebeten: Tel. 06352 / 40 18 50 (Dienstag – Samstag von 14-17 Uhr) oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Eintritt: 5.00€/Person.

Kontakt

Museum im Stadtpalais Kirchheimbolanden
Amtsstraße 14
67292 Kirchheimbolanden
Tel.: 06352 / 401850
info@museum-kirchheimbolanden.de   
paedagogik@museum-kirchheimbolanden.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag, 14:00 Uhr – 17:00 Uhr

Für Schulklassen und Gruppen nach vorheriger Anmeldung täglich, auch am Vormittag.

 

 

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